Dufry erhält mit Singer einen neuen Großaktionär

Der Betreiber von Duty-Free-Shops Dufry hat einen neuen Großaktionär. So hat der US-Milliardär Paul E. Singer einen Anteil von 5,57 Prozent der Dufry-Aktien erworben, wie aus einer Pflichtmitteilung vom Mittwoch (20. Dezember) hervorgeht. Bei den Aktionären kam das gut an. Die Dufry-Aktien stiegen am Nachmittag um 3 Prozent.

Da das meldepflichtige Überschreiten der 3 Prozent-Schwelle zuvor nicht veröffentlicht worden war, liegt der Schluss nahe, dass Singer die Aktien über seine Hegdefonds Elliot und Liverpool Limited in einem großen Paket gekauft hat. Angaben zum Verkäufer werden in der Pflichtmitteilung nicht gemacht.

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Als Großaktionäre von Dufry bekannt sind die chinesische HNA-Group (20,9 Prozent), eine Aktionärsgruppe um den Dufry-Verwaltungsrat (20,7 Prozent), der Staatsfond aus Katar (6,9 Prozent) sowie der Luxusgüterkonzern Richemont (5,0 Prozent). Außerdem hielt die US-Bank Morgan Stanley per 16. November Erwerbspositionen von 7,9 Prozent und Veräußerungspositionen von 2,9 Prozent. Veränderungen in diesen Positionen wurden heute keine gemeldet.

Der US-Investor Paul E. Singer ist auch in der Schweiz kein unbeschriebenes Blatt. Im Jahr 2011 scheiterte er mit dem Versuch der Übernahme des Biopharma-Unternehmens Actelion , das in diesem Jahr von Johnson&Johnson aufgekauft wurde. Außerdem hielt er zwischenzeitlich einen Anteil an der Beteiligungsgesellschaft BB Biotech .

Der "Financial Times" zufolge stammen die Aktien, die nun bei Singer liegen, von HNA. Der chinesische Mischkonzern habe die Aktien im Rahmen einer anderen Transaktion an eine Bank gegen Finanzmittel ausgeliehen. Diese habe die Dufry-Aktien aber als Absicherung an Fonds, darunter Elliott von Singer, verkauft. Entscheidend dabei sei, dass HNA die Aktien nicht zurückfordern könne.

HNA ist mit einem Anteil von — nach letztem Stand — knapp unter 10 Prozent auch größter Einzelaktionär der Deutschen Bank. Die Chinesen sind nicht unumstritten: Angesichts zahlreicher Deals in der jüngeren Vergangenheit wurde vermehrt die Frage gestellt, wie sich der vor allem in der Touristik und der Luftfahrt engagierte Konzern eigentlich finanziert und wer die Fäden in der Hand hält.
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